top of page

Liebe Leserin, lieber Leser,

hier möchte ich dir in regelmäßigen Abständen wertvolle Informationen und Anregungen, zu den Themen Yoga, Gesundheit, Ernährung und Lifestyle geben, die nicht nur dein Wohlbefinden fördern, sondern auch dein Bewusstsein im Alltag stärken.  Durch Yoga und die damit verbundenen Praktiken kannst du eine tiefere Verbindung zu dir selbst aufbauen und dich bewusster mit deinem Körper und deiner Seele auseinandersetzen. DLass uns gemeinsam auf eine Reise zu mehr Entspannung, Ausgeglichenheit und Vitalität aufbrechen! Viel Freude beim Lesen,deine Claudia

Die acht Wege des Yoga

Aktualisiert: 15. Mai 2023

Der achtgliedrige Pfad ist eine grundlegende Philosophie des Yoga und bildet bis heute das Rückgrat dessen. Verfasst von dem indischen Philosophen Patanjali (ca.800-300 v. Chr.), beschreiben sie wie es durch bestimmte Verhaltensweisen möglich ist, Körper, Geist und Seele zu reinigen und zu harmonisieren, um schließlich Erleuchtung zu erreichen.

1. Yamas: Ethik oder moralische Regeln, wie Gewaltlosigkeit, Wahrhaftigkeit, Ehrlichkeit, Enthaltsamkeit und Nicht-Verletzlichkeit.

Hier geht es vor allem darum, sein Leben so zu gestalten, dass man nicht an Konsum und Besitz orientiert ist, dass man offen und ehrlich leben kann und dass man sich keinen Abhängikeiten unterwirft und keine Gewalt anwendet. Natürlich kann sich in der heutigen Zeit kaum einer so ganz den äußeren Umständen entziehen, doch auf dem eigenen Yogaweg verändern sich langsam die eigenen Wertvorstellungen und das Bewusstsein.


2. Niyamas: Persönliche Disziplin, wie Sauberkeit, Zufriedenheit, Selbstdisziplin, spirituelle Studien und Hingabe an das Göttliche. Innere Ruhe, Reinheit und Enthaltsamkeit sind wichtige Bestandteile dessen. Symbolisch hierfür kann auch die regelmäßige körperliche Yogapraxis (Sadhana) stehen, eine der traditionellen Lebensregeln des Yoga. Die wirkliche Selbstdisziplin entwickelt sich also von innen heraus-auf deinem Yogaweg und ist das Ergebnis eines allmählich wachsenden Bewusstseins von schlechten Lebensgewohnheiten, sie sollte aber niemals aus Schuldgefühlen oder Fanatismus heraus entstehen.



3. Asanas: Körperhaltungen, die dazu beitragen, den Körper zu stärken und zu entspannen und den Geist zu beruhigen. Egal, ob statische, fließende, langsame oder schnelle-dynamische Asanas-alle tragen dazu bei, die körpereigenen Energien zum fließen zu bringen.





4. Pranayama: ist ein Begriff aus dem Yoga und bezeichnet die Technik der bewussten Kontrolle des Atems. Das Wort "Pranayama" setzt sich aus den Sanskrit-Wörtern "Prana" (Lebensenergie) und "Ayama" (Ausdehnung, Erweiterung) zusammen und bedeutet somit "Ausdehnung der Lebensenergie".

Pranayama-Übungen dienen dazu, den Atemfluss zu kontrollieren und zu regulieren. Durch bewusstes Ein-und Ausatmen sowie das Halten des Atems können verschiedene Effekte erzielt werden, die sich positiv auf Körper und Geist auswirken. So können Pranayama-Übungen beispielsweise dabei helfen, Stress abzubauen, die Konzentration zu verbessern, den Blutdruck zu regulieren und das Immunsystem zu stärken.

Im Yoga werden verschiedene Arten von Pranayama-Übungen praktiziert, die jeweils unterschiedliche Wirkungen haben.

Du kannst die "3-teilige Yogaatmung" gleich in deine Übungspraxis integrieren. Sie ist eine Atemtechnik im Yoga, die dazu beitragen kann, den Geist zu beruhigen und den Körper zu entspannen. Sie besteht aus drei Phasen:

  1. Bauchatmung: Atme tief in den Bauchraum ein und spüre, wie sich dein Bauch ausdehnt. Halte den Atem für einen Moment an.

  2. Rippenatmung: Atme weiter ein und spüre, wie sich deine Rippen ausdehnen. Halte den Atem für einen Moment an.

  3. Brustatmung: Atme weiter ein und spüre, wie sich deine Brust ausdehnt. Halte den Atem für einen Moment an.

Atme dann langsam und gleichmäßig aus, indem du den Atem zuerst aus der Brust, dann aus den Rippen und schließlich aus dem Bauchraum herausfließen lässt. Führe die 3-teilige Yogaatmung einige Male durch und spüre, wie sich dein Körper und Geist entspannen. Diese Atemübung kann auch im Alltag angewendet werden, um schnell Stress abzubauen oder sich zu beruhigen.


5. Pratyahara: Zurückziehen der Sinne von äußeren Objekten, um die Konzentration und den Fokus auf das Innere zu verbessern. Mit dem schliessen der Augen können wir uns besser auf den eigenen Körper und uns selbst konzentrieren. Reize für Ohren und Augen sind weitgehend abgeschaltet. Aber es gibt noch andere Quellen der Ablenkung, denn wir reagieren auch auf Bil

der von innen, die aus unserem Unterbewusstsein, unserer Erinnerung oder aus unserer Fantasie emporsteigen. Diese gilt es auszuschalten. Jedoch sollen die eigenen Sinne nicht nur einfach unterdrückt werden, sondern eher umgeleitet oder transformiert werden, um negative Gedanken durch positive zu ersetzten.



6. Dharana: Konzentration, die den Geist auf ein einziges Objekt fokussiert und die Gedanken zur Ruhe bringt.

In der Praxis wählst du einen bestimmten Fokuspunkt, wie den Atem, ein Mantra, eine Kerzenflamme oder ein Bild, und konzentrierst dich voll und ganz auf dieses gewählte Objekt. Das Ziel von Dharana ist es, einen einsgerichteten Geist zu entwickeln, der für die Praxis der Meditation notwendig ist.

Dharana gilt als Voraussetzung für das siebte Glied des Yoga, Dhyana (Meditation), das wiederum zum letzten Glied, Samadhi (Erleuchtung), führt. Durch regelmäßiges Praktizieren von Dharana kannst du die Fähigkeit entwickeln, den Geist zu kontrollieren, die Konzentration zu verbessern und deine Meditationspraxis zu vertiefen.



7. Dhyana: Meditation, bei der der Geist in einem Zustand der Ruhe und Konzentration verharrt.

Beim Dhyana richtet der Praktizierende seine Aufmerksamkeit auf ein bestimmtes Objekt oder Konzept, wie z.B. ein Mantra, eine Gottheit oder den Atem, mit dem Ziel, einen Zustand tiefer Konzentration und innerer Stille zu erreichen. Dieser Bewusstseinszustand wird oft als ein Zustand der Versenkung beschrieben, in dem der Praktizierende vollständig in sein Meditationsobjekt eintaucht und sich sein Selbstgefühl in ein Gefühl der Einheit mit dem Objekt auflöst.

Eine regelmäßige Meditationspraxis kann transformative wirken und zu einem erhöhten Gefühl des Selbstbewusstseins, des inneren Friedens und des spirituellen Erwachens führen.


8. Samadhi: Die höchste Stufe des Yoga ist Samadhi- ein Zustand der Versenkung oder tiefen Konzentration, der durch intensive spirituelle Praktiken erreicht wird. In Samadhi verschwinden die Trennung zwischen dem Meditierenden und der Außenwelt und die Dualität zwischen Subjekt und Objekt wird aufgehoben.

Es wird als ein Zustand beschrieben, in dem das Bewusstsein des Meditierenden vollständig auf das Objekt der Meditation fokussiert ist, so dass das Bewusstsein des Selbst oder des Ich's verschwindet. Der Geist wird ruhig und still und es entsteht ein Gefühl von Einheit und Einklang mit allem, was ist.

Samadhi gilt im Yoga als ein höchstes Ziel, da es dem Praktizierenden ermöglicht, tiefe Einsichten und Erkenntnisse über das Leben und das Universum zu erlangen. Es wird auch als ein Zustand der Glückseligkeit und Ekstase beschrieben, der jenseits aller dualistischen Konzepte von Gut und Schlecht, richtig und falsch liegt.


Die Anwendung des achtgliedrigen Pfads des Patanjali ist eine persönliche Entscheidung. Jeder kann von den Prinzipien und Praktiken profitieren. Den ersten "Kontakt" finden die meisten über die Asanas und Pranayama im Yogaunterricht. Der achtgliedrige Pfad des Patanjali ist kein hintereinander "abarbeiten", es ist vielmehr ein lebensbegleitender Weg, der dich wirklich gut unterstützen und dich wieder mehr zu dir selbst führen kann.


Claudia Pretzsch/ Yoga Zauber Leipzig

32 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen

Commenti


bottom of page